Konzept

Nachfolgend stellen wir Ihnen die Leitgedanken unseres Konzeptes vor, die uns im erzieherischen Kita-Alltag ständig begleiten und leiten.

(1) Die Aufgeschlossenheit gegenüber allen anderen Kulturen ist, wie für den Trägerverein LOGOS selbst, auch für die Erzieherinnen in der Kindertagesstätte oberstes Gebot. Vorurteilsfrei und gleich werden die Kinder bei uns betreut und gefördert. Analog zu Artikel 3 des Grundgesetzes muss das Handeln der Erzieherinnen stets unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat und Herkunft sowie unabhängig vom Glauben und von der religiösen oder politischen Anschauung der Kinder sein.

(2) Die Verständigung mit anderen Menschen steht in unserem Zeitalter der Globalisierung, des Zusammenwachsens Europas und einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft allgemein im Vordergrund. Das Mittel hierzu ist die Kommunikation. Bei ihr geht es aber nicht nur um die Vermittlung von Worten. Es ist die Sprache, die Informationen über kulturelle Werte, Traditionen und Verhaltensregeln transportiert.

(3) Die Frühvermittlung einer zweiten Sprache, zusätzlich zur Herkunftssprache, sehen wir als Voraussetzung für ein späteres, gutes Kommunikationsvermögen. Der frühe Erwerb einer zweiten Sprache fördert die kognitive Entwicklung und die Entwicklung der Herkunftssprache. Sprachkenntnisse eröffnen nicht nur Chancen in Schule und Beruf, sondern unterstützen auch die Entwicklung der Persönlichkeit.

(4) Die bilinguale Kindertagesstätte soll Mehrsprachigkeit fördern. Die Kinder lernen eine von ihnen nicht oder schlecht beherrschte Sprache auch dadurch, dass sie von dem betreuenden Personal im Alltag verwendet wird. Unsere Kindertagesstätte will die für das Erlernen von Sprachen besonders fruchtbare Zeit vor dem 6. Lebensjahr nutzen.

(5) Das Alter bis sechs Jahren ist bestens geeignet, um eine zweite Sprache spielerisch zu lernen, vor allem, wenn das Immersionsverfahren angewandt wird. Dabei ist die neue Sprache konsequent Arbeits- und Umgangssprache. Diese Methode entspricht dem natürlichen Spracherwerb. Die Sprache muss in das Handeln eingebaut sein und das Gesagte wird durch Gesten und Zeichen unterstützt. Das Lernen erfolgt altersgemäß und ohne Leistungsdruck. Kein Kind wird überfordert.

(6) Die andere Ebene des Konzeptes betrifft das deutsche und das russische Modell frühkindlicher Erziehung. Von dem, was in den beiden Ländern auf so unterschiedliche Weise institutionalisiert und manchmal verfestigt ist, soll in der Kindertagesstätte das Beste miteinander kombiniert werden. Für die zweisprachigen Familien entsteht so ein Gleichgewicht zwischen dem Erziehungsalltag in der Familie und dem in der Kindertagesstätte. Für die einsprachigen Familien eröffnen sich auf diese Weise spielerisch eine andere Perspektive auf Erziehung und der Kontakt mit der russischen Lebensweise.