Interkulturelles Zentrum

Ein Interkulturelles Zentrum (abgekürzt: IKZ) ist gemäß der Richtlinie der Stadt Köln, die am 29. Oktober 2007 im Ausschuss Soziales und Senioren beschlossen wurde,

eine Begegnungsstätte, die von Wohlfahrtsverbänden, eingetragenen Vereinen oder sonstigen Vereinigungen und Organisationen im Stadtgebiet Köln betrieben wird.

Im Jahr 2009 wurde die Begegnungsstätte von LOGOS in der Homarstraße als Interkulturelles Zentrum anerkannt. Gemäß der oben angeführten Richtlinie macht unser Verein in seinem IKZ Angebote,

die der Integration von Migrantinnen und Migranten, Aussiedlerinnen und Aussiedlern sowie dem interkulturellen Austausch aller Bevölkerungsgruppen dienen und somit zum friedlichen, gleichberechtigten Zusammenleben aller Menschen unterschiedlicher ethnischer und kultureller Herkunft in Köln beitragen.

Als Zielgruppe spricht LOGOS besonders Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 21 Jahren an, unabhängig von ihren kulturellen, religiösen, geistigen, wirtschaftlichen und körperlichen Voraussetzungen.

Zur Erweiterung der Angebotspalette seines Interkulturellen Zentrums hat LOGOS im Sommer 2012 die Trägerschaft für den Familientreff Passauer Straße 7 übernommen.

Ziele

Durch die Angebote des Interkulturellen Zentrums wird

  • Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, ihre Freizeit selbstbestimmt zu verbringen und zu gestalten. Dies ist gewährleistet durch die freiwillige Teilnahme an den Veranstaltungen und die Orientierung an den Interessen und Bedürfnissen.
  • die notwendige Akzeptanz, Toleranz und positive Persönlichkeitsentwicklung und Handlungskompetenz gefördert.
  • die Beziehungs- und Konfliktfähigkeit der Kinder und Jugendlichen durch multikulturelle und koedukative Besucherstruktur gefördert.
  • es bedarfsgerechte Projekte und Veranstaltungen kreativer, kultureller und präventiver Art als Alternativen zu kommerziellen Angeboten geben.
  • es kompetente Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche geben.
  • es Hilfen bei der Entwicklung und Orientierung kommunikativer und sozialer Kompetenz und Rollenflexibilität geben.
  • es möglich sein, kulturelle Unterschiede zu erfahren und verständlich zu machen, damit Toleranz und gegenseitiger Respekt entsteht.


Methoden

  • alltags- und sozialraumorientierte Angebote und Maßnahmen
  • Einzel- und Gruppenarbeit, Konfliktlösung, Mediation
  • Beratungsangebote, Krisenintervention
  • Prävention
  • Freiraum bieten
  • Integration, Partizipation, Selbstorganisation
  • Abenteuer- und Erlebnispädagogik
  • geschlechtsspezifische Arbeit
  • personelle Kontinuität


Arbeitsschwerpunkte

(1) Ziele der Bildungsangebote

  • Kinder und Jugendliche erhalten spezielle Angebote am Nachmittag, um sich außerschulisch weiterzubilden.
  • Die wöchentlich stattfindenden Kurse bieten den Kindern und Jugendlichen Spaß und Abwechslung.
  • Es wird sich zielorientiert, kontinuierlich und gemeinsam mit einem Thema beschäftigt.
  • Jugendliche Kursleiter entwickeln sich durch die ihnen übertragene Verantwortung und die Zusammenarbeit mit einer Kleingruppe in ihrer Persönlichkeit positiv weiter.
  • Kognitive, haptische, kreative und emotionale Fähigkeiten werden durch ein reichhaltiges Angebot weiterentwickelt.
  • Die Kinder und Jugendlichen üben sich in den Sozialformen Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit.


(2) Ferienprogramme

Unsere erfahrenen Pädagogen bereiten für die Ferienzeit abwechslungsreiche Programme vor. Dazu gehören auch sogenannte Lehrausflüge innerhalb der Stadtgrenzen Kölns und in die nähere Umgebung.

Über ständige Kommunikation und Interaktion werden die Kinder und Jugendlichen bei uns ihre soziale Kompetenz entwickeln und stärken. Bei sportlichen Aktivitäten können sie Aggressionen abbauen und einen positiven Umgang mit der eigenen Energie und dem Körperbewusstsein erfahren. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich in unseren Räumen wohlfühlen, Entfaltungsmöglichkeiten frei nutzen, angebotene Anregungen aufgreifen und sich ausprobieren. Dabei werden sie von unseren erfahrenen Pädagogen angeleitet, begleitet und beraten.

(3) Jugendberatung und Jugendhilfe

LOGOS möchte Schülern nach ihrem täglichen Schulschluss eine verlässliche und kontinuierliche Institution sein. Dabei achtet LOGOS besonders darauf, dass

  • Prozesse, welche die Bildung der Persönlichkeit und die Förderung der Sozialkompetenz des einzelnen Schülers beinhalten, initiiert und gefördert werden;
  • die Schüler in einem altersgerechtem Umfeld die Möglichkeit erhalten, durch Abstand vom Lernort und Interaktion mit anderen Schülern eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu erleben;
  • durch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrern zur Unterstützung der schulischen und persönlichen Entwicklung der Schüler beigetragen wird;
  • die Schüler das Interkulturelle Zentrum als zusätzlichen Freiraum erkennen und bei uns Ansprechpartner für Sorgen, Fragen und Spiele finden.


(4) Alters- und geschlechtsspezifische Angebote

LOGOS fördert und unterstützt die geschlechtsspezifischen Bedürfnisse und Besonderheiten von Mädchen und Jungen. Mädchen und Jungen erhalten Hilfen bei der Ausbildung ihrer Identität so wie bei der Übernahme und individueller Ausgestaltung der Geschlechterrollen. Kindern und Jugendlichen werden altersgerechte Hilfen bei der Entwicklung von Orientierungen, beim Aufbau sozialer Kompetenzen und bei der Stärkung ihrer Persönlichkeitsentwicklung angeboten. Die Sozial- und Handlungskompetenz der Kinder und Jugendlichen wird durch gezielte Aktionen und Spielangebote untereinander erweitert.